Der Kampf ums Immunsystem

Natur schlägt Chemie

Frühling ist Erkältungszeit. Die beste Vorbeugung dagegen sind Sport & eine gesunde Ernährung. Sie stärken das Immunsystem v.a. im Kampf gegen freie Radikale, die Zellen und Organe angreifen. Dabei spielen Antioxidantien als Radikalfänger eine wichtige Rolle. Doch lohnt es sich Nahrungsergänzungen einzunehmen oder reicht eine ausgewogene Ernährung?

 

Freie Radikale greifen an

Freie Radikale sind chemisch hoch reaktive Substanzen, die im Stoffwechsel entstehen, aber auch über die Nahrung und Umwelteinflüsse in den Körper gelangen. Wenn sie im Übermaß vorhanden sind, greifen sie Organe und Zellen an, wobei sie erheblichen Schaden anrichten können: Nicht selten verursachen sie die übermäßige Bildung entzündungsfördernder Signalstoffe, beeinträchtigen die Organtätigkeit und beschleunigen deren Alterung. Im wissenschaftlichen Sinn steht das für Leistungsverlust, geschwächtes Immunsystem, verzögerte Regeneration und gestörte Reparaturprozesse.

 

Die Retter nahen!

Dieser Wirkung ist jeder Mensch ausgesetzt. Doch zum Glück gibt es die Antioxidantien, die als Radikalenfänger den Körper schützen.

Sie lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Es gibt die körpereigenen und die mit der Nahrung aufgenommenen Antioxidantien. Die körpereigenen Radikalfänger, zu denen bestimmte Enzyme und Proteine gehören, arbeiten in einem ausbalancierten System zusammen. Zu den Antioxidantien aus der Nahrung zählen die Vitamine C, E, A und Betacarotin sowie die Mineralstoffe Kupfer, Zink, Selen und Mangan. Dazu kommen unzählige weitere Radikalfänger aus Pflanzen.

 

Da stellt sich doch die Frage: Warum nicht gezielt betonte Mengen Antioxidantien – zum Beispiel in Form von Tabletten – aufnehmen, um radikalbedingte Erkrankungen und das Altern abzuwenden?

 

Retter außer Kontrolle?

Die verheißungsvolle Idee, Antioxidantien als Nahrungsergänzungsmittel einzusetzen, erwies sich inzwischen als Flop: Forschungen ergaben, dass isolierte und hoch dosierte Antioxidantien das körpereigene Radikalabwehrsystem eher stören als es unterstützen.

Denn freie Radikale sind nicht grundsätzlich gesundheitsschädlich. Eine Mindestmenge an freien Radikalen ist sogar erforderlich, um die Gesundheit zu erhalten: Sie werden gezielt im Körper gebildet, um Krebszellen, kranke Zellen, Bakterien, Pilze und Parasiten abzutöten. Sie sind also an Regenerations- und Reparaturprozessen beteiligt, durch die der Körper Platz für neue Zellen schafft. Es sind demnach nicht grundsätzlich die freien Radikale, die schädlich wirken, sondern erst deren übermäßiges Auftreten. Erst wenn die Radikalmenge (zum Beispiel durch Rauchen) ein Normalmaß im Körper überschreitet, kann vom oxidativen Stress und somit von einer schädlichen Wirkung gesprochen werden.

Isolierte und hoch dosierte Antioxidantien hingegen bekämpfen restlos alle Radikale. Damit geht auch deren gesundheitsfördernde Wirkung verloren.

 

Interessanterweise traten die beschriebenen Probleme ausschließlich bei Präparaten, nicht aber bei Radikalfängern auf, die mit Obst und Gemüse aufgenommen wurden. Im Gegenteil erwiesen sich Antioxidantien aus Obst und Gemüse tatsächlich als gesundheitsfördernd. Natur schlägt Chemie, war eine der daraus gewonnenen Lehren.

 

Viele Versprechen – viel heiße Luft

Nachdem vor Jahren die förderlichen Effekte von Antioxidantien entdeckt wurden, überschlugen sich die Versprechen und Anwendungsgebiete: Anti-Aging, Fettabbau, Leistungssteigerung und Krankheitsbekämpfung sollten dank künstlicher Radikalfänger möglich sein.

Die Versprechen haben sich bis heute nicht realisieren lassen. Letztlich sind es die Antioxidantien aus Obst und Gemüse, nicht aber die Präparate, welche bei gleichzeitig vorbildlicher Lebensführung zu günstigen Effekten beitragen.

 

Aus den Beschreibungen Gefahren von herkömmlichen Multivitamintabletten abzuleiten, ist allerdings nicht gerechtfertigt. Tabletten, welche den einfachen bis doppelten Tagesbedarf an Vitaminen enthalten, lassen bei sachgerechter Verwendung keine Schädigungen erwarten.

 

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aus Shape Up Online

Foto: Dmitriy Kurnyavko, Shutterstock