Starker Auftritt: MTV Stuttgart setzt Zeichen im Saisonendspurt

Der MTV Stuttgart hat mit dem deutlichen 89:47 (16:7; 21:12; 27:17; 25:11)-Heimsieg gegen die Dillingen Diamonds ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt – und gleichzeitig unterstrichen, welchen Weg das Team in dieser Saison eingeschlagen hat.

 

Dominanz trotz schwieriger Voraussetzungen

 

Nach einer Trainingswoche mit stark reduzierter Besetzung präsentierte sich Stuttgart von Beginn an hellwach, strukturiert und mit klarer Spielidee. Mit viel Tempo, konsequenter Ballbewegung gegen die Zone und hoher Abschlussqualität ließ der MTV nie Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen.

 

Fünf Spielerinnen punkteten zweistellig, 12 erfolgreiche Dreipunktewürfe und lediglich 47 zugelassene Punkte sprechen für eine geschlossene Teamleistung auf beiden Seiten des Feldes.

 

Die personelle Situation war dabei alles andere als optimal: Diana Ivančić (WNBL), Lilith Maitra (Sprunggelenk), Verena Soltau (Knie) und Lola Stamenković (krank) konnten unter der Woche kaum trainieren – immerhin stand Stamenković im Spiel wieder zur Verfügung. Mit Paula Armbrust und Franka Müller rückten zudem zwei Spielerinnen in den Kader, die der Rotation wertvolle Minuten und Stabilität gaben.

 

Spielverlauf: Kontrolle, Tempo, Konsequenz

 

Bereits im ersten Viertel setzte Stuttgart mit einem 16:7 den Ton. Bis zur Halbzeit (37:19) kontrollierten die Gastgeber das Spielgeschehen klar. Die Vorentscheidung fiel im dritten Abschnitt (64:36), als der MTV mit konsequentem Umschaltspiel und sicherem Distanzwurf davonzog.

 

Defensiv agierte das Team kompakt und diszipliniert: Die Helpside funktionierte, Rebounds wurden gesichert und die gegnerische Schlüsselspielerin Myrielle Behnke-Platte auf lediglich sieben Punkte begrenzt.

 

Handschrift klar erkennbar

 

Die Partie trug deutlich die Handschrift von Headcoach Cyril DaSilva: klares Konzept, hohe Intensität und konsequente Umsetzung über 40 Minuten.

 

„Wir wollten Pace generieren, die Zone mit Bewegung stressen und die Würfe mit Überzeugung nehmen – das haben wir sehr sauber exekutiert. Defensiv war das ein echtes Statement“, so DaSilva nach dem Spiel.

 

Entwicklung als zentraler Erfolgsfaktor

 

Neben dem sportlichen Erfolg rückt zunehmend auch die strukturelle Entwicklung in den Fokus: Der MTV Stuttgart stellt in dieser Saison eines der jüngsten Teams der Liga – und gleichzeitig die Mannschaft mit den meisten Spielminuten für U22-Spielerinnen. Ein Wert, der im deutschen Basketball aktuell herausragt.

 

Bemerkenswert dabei: Diese Entwicklung gelingt vollständig ohne Anbindung an übergeordnete Verbandsstrukturen – sondern ausschließlich mit den eigenen Ressourcen und der konsequenten Nachwuchsarbeit innerhalb des Vereins.

 

Ein weiterer Beleg dafür: Mit Diana Ivančić und Katara Lischka stehen gleich zwei Spielerinnen aus dem erweiterten Kader im Aufgebot der U18-Nationalmannschaft und nehmen am Vierländerturnier in Mannheim teil.

 

Spannung im Saisonfinale
 

 

Mit dem Sieg festigt der MTV Stuttgart aktuell Platz 8 in der Tabelle. Rechnerisch ist im engen Tabellenfeld jedoch noch alles zwischen Rang 5 und 9 möglich – wobei es klar gilt, den neunten Platz zu vermeiden, der die Abstiegsrunde bedeuten würde.

 

Zwei Spiele stehen noch aus: auswärts in Bamberg und zuhause gegen Mainz. Mit der aktuellen Form, dem klaren Selbstverständnis und der sichtbaren Entwicklung will der MTV Stuttgart den positiven Trend bestätigen und die Saison erfolgreich abschließen.

Treibt das Spiel als Pointguard an
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Unsere Spielmacherin
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Selma Yesilova glänzte mit 19 Punkten
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