Emotionen und gelebter Inklusion
Mit spannenden Spielen, großer Fairness und vielen begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern wurde das Landesfinale Feldfußball von Special Olympics Baden-Württemberg am 18. Juli 2026 beim MTV Stuttgart zu einem unvergesslichen Sportfest.
Bei bestem Fußballwetter kamen Teams aus ganz Baden-Württemberg auf der Sportanlage des MTV Stuttgart zusammen, um sich sportlich zu messen und die Sieger in den verschiedenen Leistungskategorien zu ermitteln. Doch schnell wurde deutlich: An diesem Tag standen nicht nur Tore und Platzierungen im Mittelpunkt, sondern vor allem Gemeinschaft, Respekt und die Freude am gemeinsamen Sport.
Eröffnung setzt Zeichen für Inklusion
Bereits die feierliche Eröffnung setzte ein starkes Zeichen für den inklusiven Sport. Nico Helwerth, Präsident des MTV Stuttgart, sowie Gerd Weimer, Mitglied des Präsidiums von Special Olympics Baden-Württemberg und ehemaliger Landesbehindertenbeauftragter, begrüßten die teilnehmenden Teams und die zahlreichen Gäste.
Nico Helwerth hob in seiner Ansprache hervor, wie positiv sich die inklusive Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren gestaltet hat. Der MTV Stuttgart habe auf seinem Weg bereits viel erreicht und werde diesen konsequent weitergehen, um Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen sportliche Teilhabe zu ermöglichen.
Gerd Weimer zeigte sich beeindruckt vom Engagement des Vereins und bezeichnete den MTV Stuttgart als einen Leuchtturm der Inklusion in Baden-Württemberg. Mit Blick auf das Turnier betonte er, dass bei Special Olympics Werte wie Respekt, Fairness und gegenseitige Wertschätzung stets über dem sportlichen Ehrgeiz stünden. In einer augenzwinkernden Anspielung auf die Diskussionen rund um den Fußball machte er deutlich, dass bei Special Olympics der respektvolle Umgang miteinander immer an erster Stelle steht – auf und neben dem Spielfeld.
Spannende Spiele und faire Wettbewerbe in vier Leistungskategorien
Im Sinne des Special Olympics Gedankens wurden die Mannschaften entsprechend ihres Leistungsvermögens in die Kategorien A bis D eingeteilt. Dadurch konnten Teams mit vergleichbarer Spielstärke gegeneinander antreten und faire sowie spannende Begegnungen austragen.
Über den gesamten Turniertag hinweg zeigten die Athletinnen und Athleten großen Einsatz, Teamgeist und Begeisterung für den Fußball. Neben den sportlichen Leistungen standen vor allem Fair Play, gegenseitige Unterstützung und die Freude am gemeinsamen Erlebnis im Mittelpunkt.
Die Siegerteams der Kategorien A bis D
| Kategorie | Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|---|
| A | JD Mosbach 1 | ATW Mannheim | [Team] |
| B | Treffpunkt Stuttgart | OH Kickers 1 | Giraffen W-Dorf |
| C | Caritas-Werkstätten Alois Eckert | Werkstatt Vogelsang | NTW 1 |
| D | OH Kickers 2 | TSG Reutlingen Inklusiv Delfine | Lokomotive Herrenberg 2 |
Alle teilnehmenden Mannschaften wurden für ihre Leistungen gefeiert. Denn bei Special Olympics zählt nicht allein das Ergebnis: Entscheidend sind die Gemeinschaft, der gegenseitige Respekt und die Möglichkeit, gemeinsam Sport zu erleben.
Emotionale Siegerehrung als würdiger Abschluss
Den feierlichen Abschluss des Landesfinales bildete die Siegerehrung am Nachmittag. Gemeinsam überreichten Erich Stradinger, Vorstand Inneres des MTV Stuttgart, und Oliver Deutscher, Inklusionsbeauftragter des Württembergischen Fußballverbandes (wfv), die Medaillen an die Mannschaften der Kategorien A bis D.
Unter großem Applaus wurden die Leistungen aller Teams gewürdigt. Die strahlenden Gesichter der Athletinnen und Athleten machten deutlich, dass der Erfolg bei Special Olympics weit über Tabellenplätze hinausgeht. Die Freude am Sport, das gemeinsame Erlebnis sowie Werte wie Respekt, Fairness und gegenseitige Anerkennung standen im Mittelpunkt.
Mit der Siegerehrung fand ein rundum gelungenes Landesfinale seinen würdigen Abschluss. Die Veranstaltung setzte einmal mehr ein starkes Zeichen dafür, wie inklusiver Sport Menschen verbindet und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.