Im ersten Heimspiel der Spielzeit ließ die stark veränderte Stuttgarter Mannschaft vor allem im ersten Satz aufhorchen, ehe der Aufsteiger seine Ausgangsposition auf breiterer Front nutzte.
Erfurt reiste als Aufsteiger an, aber keineswegs unbekannt: Mit Mia Anna Stauß, die als ehemalige 1.-Bundesliga-Spielerin zur besten Akteurin des Spiels gewählt wurde, verfügt das Team über Erfahrung auf höchstem Niveau. Zudem hatte Erfurt bereits am Vortag sein Saisonauftaktspiel bestritten und Karlsruhe mit 3:0 bezwungen – eine Doppelbelastung, die die Gäste sichtlich nicht bremste.
Auf Stuttgarter Seite stand ein Kader, der sich im Vergleich zur Vorsaison deutlich verändert hat. Fünf neue Spielerinnen – Leni Scheuer, Louisa Möbius, Lotte Helbig, Finja Bitter und Kaya Kuhr – sind neu im Kader, vier von ihnen gaben gegen Erfurt zugleich ihr Bundesliga-Debüt: Möbius, Helbig, Bitter und Kuhr liefen erstmals im Oberhaus auf.
Der erste Satz zeigte früh, wie stark der Gegner einzuschätzen ist. Erfurt startete nahezu fehlerfrei und zog auf 14:20 davon. Eine Aufschlagserie von Nele Baur brachte Sparda BSP jedoch zurück ins Spiel: Stuttgart glich aus und ging sogar mit 22:20 in Führung. Es folgte ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Gäste knapp mit 28:26 für sich entschieden.
Im zweiten Durchgang hielt Stuttgart bis zur Satzmitte mit, ehe Erfurt sich absetzte und den Satz mit 25:19 für sich entschied. Auch im dritten Satz begann Sparda BSP mutig und ging mit 4:0 in Führung. Erfurt glich jedoch aus und übernahm mit 8:5 die Kontrolle, ehe Stuttgart den Rückstand bis zum 16. Punkt wieder ausgleichen konnte. Am Ende behielt Erfurt mit 25:18 die Oberhand und machte den 3:0-Erfolg perfekt.
Für die neu formierte Stuttgarter Mannschaft war es damit die erste Bewährungsprobe der Saison – gegen einen Gegner, der seine Ambitionen als Aufsteiger bereits im ersten Spieltag untermauert hatte. Dass Sparda BSP im ersten Satz zeitweise in Führung lag und auch im dritten Durchgang lange mithalten konnte, zeigt, dass die neue Konstellation auf diesem Niveau grundsätzlich mitspielen kann. Zugleich wurde deutlich, dass es noch Arbeit braucht, um dieses Niveau über drei Sätze hinweg konstant abzurufen.
Vielen Dank an unseren Heimspielkoordinator und sein gesamten Team, dass die Heimspieltage für das Team, den Staff, die Zuschauer immer perfekt organisisert und unseren Fotografen Felix Koch, Instagram.