Nach seinem starken Auftritt bei den Deutschen Meisterschaften, bei denen Gabriel den Titel am Reck gewann, wurde er für das deutsche EM-Team nominiert. Damit folgte nach seinem WM-Debüt im vergangenen Jahr der nächste große Schritt auf internationaler Bühne.
Erfolgreich ins Teamfinale
In der Qualifikation ging Gabriel am Barren, Reck und an den Ringen für die deutsche Mannschaft an den Start. Besonders am Barren zeigte er eine starke Übung und steuerte mit 13,700 Punkten wichtige Zähler zum Mannschaftsergebnis bei. An den Ringen gelang ihm ebenfalls eine sichere Übung, die er mit 12,566 Punkten in den Stand brachte.
Am Reck, seinem Paradegerät, lief es dagegen nicht ganz nach Wunsch. Gabriel musste nach einem überdrehten Adlerschwung größere Abzüge hinnehmen. Dennoch erreichte die deutsche Mannschaft mit 240,960 Punkten den sechsten Platz und qualifizierte sich sicher für das Teamfinale der besten acht Nationen Europas.
Platz fünf im Finale
Im Teamfinale am Sonntag konnte sich die deutsche Riege noch einmal steigern und beendete den Wettkampf auf einem starken fünften Platz. Gemeinsam mit Timo Eder, Lucas Kochan, Alexander Kunz und Radomyr Stelmakh zeigte Gabriel einen konzentrierten Wettkampf.
Besonders am Barren überzeugte der Stuttgarter erneut. Mit 13,366 Punkten leistete er einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich Deutschland zur Halbzeit auf Rang fünf nach vorne schieben konnte.
Am Reck wollte Gabriel anschließend noch einmal angreifen. Beim Kolman musste er jedoch einen Sturz hinnehmen. Trotz dieses Rückschlags zeigte sich einmal mehr, dass Gabriel auf seinem Paradegerät zur deutschen Spitze gehört.
Am Ende standen für das deutsche Team 240,160 Punkte und Platz fünf zu Buche. Damit konnte sich die Mannschaft gegenüber der Qualifikation noch einmal verbessern.
Ein wichtiger Schritt nach vorne
Für Gabriel war die Europameisterschaft vor allem eines: ein weiterer wichtiger Schritt auf seinem Weg in die internationale Spitze. Nach seinem ersten WM-Einsatz folgte nun die EM-Premiere und mit dem Einzug ins Teamfinale konnte er direkt Erfahrung bei einem großen internationalen Wettkampf sammeln.
Dass dabei nicht jede Übung perfekt gelingt, gehört zum Spitzensport. Entscheidend ist, aus solchen Erfahrungen zu lernen und beim nächsten Wettkampf wieder anzugreifen.
Der MTV Stuttgart gratuliert Gabriel herzlich zu seiner ersten Europameisterschaft und zu seinem starken Auftritt mit dem deutschen Team.
Herzlichen Glückwunsch, Gabriel – und weiter geht's!