Wo? Halle West, Bebelstrasse 24, 70193 Stuttgart
Wann? 26.09.26, 16:30 Uhr
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Ein neuer Trainer, ein weiter verjüngter Kader und ein klares Ziel: Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart geht mit Edgars Ikstens in die neue Saison der Toyota 2. DBBL Süd. Der 41-jährige Lette folgt auf Cyril DaSilva, der das Stuttgarter Programm in den vergangenen fünf Jahren maßgeblich geprägt hat. Der Anspruch bleibt dabei unverändert: junge Spielerinnen entwickeln, Verantwortung übergeben und ihnen den nächsten sportlichen Schritt ermöglichen.
In der vergangenen Saison belegte der MTV Platz sechs und gehörte erneut zu den jüngsten Mannschaften der Liga. Parallel erreichte die WNBL als Aufsteiger direkt die Top 8 Deutschlands, während die U16 die BBW-Meisterschaft und die Südwestdeutsche Meisterschaft gewann und die Deutsche Meisterschaft mit Platz vier abschloss.
Jetzt beginnt ein neues Kapitel.
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Kommen und Gehen
Zugänge:
Hannah Dereje (Towson University, USA), Mar Marata (Vereinslos, Spanien), Elin Haddad (BSG Baskets Ludwigsburg), Selin Bandirma, Merjem „Mimi“ Hodzic, Soraya Zouaoui ( alle aus der eigenen U18 WNBL)
Abgänge:
Lilith Maitra (BasCats USC Heidelberg), Selma Yeşilova (ASC Theresianum Mainz), Muna Ngome Kangue, Verena Soltau (beide Pause), Chanell Williams
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Der Wechsel an der Seitenlinie
Cyril DaSilva verabschiedete sich nach fünf Jahren und einer prägenden Entwicklungsphase beim MTV. Edgars Ikstens übernimmt nun die Verantwortung für das 2.-DBBL-Team und soll den eingeschlagenen Weg weiterentwickeln.
Ein neuer Trainer, eine vertraute Idee
Edgars Ikstens ist neu beim MTV, aber nicht neu im Ausbildungsgedanken. Der Lette bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung aus Frauen-, Jugend- und Leistungsbasketball in Lettland und Deutschland mit. Sein Auftrag in Stuttgart ist deshalb weniger ein Neustart als eine Weiterentwicklung. Die Frage lautet: Wie schnell gelingt es, neue Ideen mit einer jungen Mannschaft in Konstanz zu übersetzen?
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INTERVIEW MIT EDGARS IKSTENS „Wir wollen möglichst um einen Playoffplatz mitspielen“
1. Wie schnell findet Edgars Ikstens seinen Rhythmus?
Edgars Ikstens: „Als Trainer möchte ich meine Ideen natürlich möglichst schnell umsetzen. Gleichzeitig brauchen alle Zeit, Spielerinnen genauso wie Trainer. Auch ich muss lernen, welche Ansprache die Spielerinnen brauchen und was mit dieser Mannschaft funktioniert. Wichtig ist, dass wir klare Erwartungen haben und jeden Tag gemeinsam ein Stück besser werden.“
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2. Welche junge Spielerin macht den größten Sprung?
Edgars Ikstens: „Da würde ich mich noch nicht auf einen Namen festlegen. Bei uns haben mehr als eine das Potenzial für den nächsten Schritt. Talent kann einen weit bringen, wenn man hart und clever arbeitet. Entscheidend ist, wer dranbleibt, das Gelernte umsetzt und auch nach Fehlern Verantwortung übernimmt.“
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3. Kann Stuttgart seine aggressive Spielweise noch konstanter auf das Parkett bringen?
Edgars Ikstens: „Ja, das ist eines unserer wichtigsten Ziele. Aggressiv spielen heißt für mich, zu erkennen, wann wir dem Gegner eine Option wegnehmen oder ihn zu einer schwierigen Entscheidung zwingen können. Dafür brauchen wir gutes Timing und müssen Situationen früh erkennen. Da können wir noch deutlich besser werden.“
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4. Wie gut funktioniert die Verbindung zwischen WNBL und 2. DBBL?
Edgars Ikstens: „Nachwuchsspielerinnen an die 2. DBBL heranzuführen, ist ein wichtiges Ziel für den ganzen Verein. Cyril und ich tauschen uns jede Woche aus und stimmen die Belastung der Spielerinnen ab, die in beiden Teams spielen. Einige gemeinsame Spielprinzipien erleichtern den Wechsel. Wir wollen die Spielerinnen auf diesen Schritt vorbereiten. Durch konstante Leistungen und Disziplin im WNBL-Training und in den Spielen können sie sich ihre Chance verdienen.“
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5. Ist der MTV bereit für den nächsten Schritt Richtung Playoffs?
Edgars Ikstens: „Erst einmal haben wir vier Starting Five Spielerinnen verloren, darunter zwei unserer besten Scorerinnen (Anm: Yesilova und Williams). Wir wollen dennoch um einen Playoffplatz mitspielen. Die anderen Teams leider auch. Die ersten Spieltage entscheiden noch nicht alles. Wir müssen konstant Bestleistung bringen und uns über die Saison immer weiter verbessern. Der Ehrgeiz ist da. Jetzt müssen wir das mit unserer täglichen Arbeit und unseren Leistungen auf dem Feld zeigen.“
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Besonders interessant wird die nächste Entwicklungsstufe der Spielerinnen, die bereits im MTV-System ausgebildet wurden. Joanna Scheu als Vorbild, Diana Ivancic, Katara Lischka und Mia Mandic (alle U19) stehen beispielhaft für den Übergang aus dem Nachwuchs in die 2. DBBL. Scheu hatte in der vergangenen Saison mit Platz zwei bei der Wahl zur „Young Player of the Year“ bereits ein Ausrufezeichen gesetzt.
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Die große Stärke: die Pipeline
Stuttgart denkt den Frauenbasketball nicht nur von Spieltag zu Spieltag. WNBL und 2. DBBL sind miteinander verbunden, Spielerinnen sollen den nächsten Schritt innerhalb des Programms machen können. Genau diese Verbindung soll unter Ikstens weiter intensiviert werden. Damit bekommt die Saison 2026/27 eine zusätzliche Perspektive:
Nicht nur: Wer gewinnt heute? Sondern auch: Wer ist in sechs, zwölf oder 24 Monaten die nächste Spielerin für die 2. DBBL?
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DER ERSTE GEGNER: KB Sharks Würzburg kommen mit Rückenwind
Zum Auftakt wartet mit den KB Sharks Würzburg eine Mannschaft, die ihre Vorbereitung mit einem kleinen Ausrufezeichen abgeschlossen hat. Beim eigenen Vorbereitungsturnier besiegte Würzburg zwei Top-Teams der 2. DBBL; zunächst die Falcons Bad Homburg mit 58:52. Anschließend folgte ein 70:69 gegen die BG74 Veilchen Ladies Göttingen.
Besonders bemerkenswert: Würzburg tritt nach mehreren Abgängen von Leistungströgerinnen - vergleichbar mit dem MTV - mit einer verjüngten Mannschaft an.
Damit ist die Ausgangslage für den Saisonauftakt klar: zwei junge Mannschaften, ein neues Basketballjahr und der erste echte Test unter Wettkampfbedingungen.