Am Samstag geht es für Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart in die 3. Runde des DBBL-Pokals. Zu Gast sind die Falcons Bad Homburg. Nach dem Auftakt in der 2. Basketballbundesliga wartet eine mächtige Pokal-Hürde – und die hat es in sich: Die Falcons Bad Homburg haben am 2. Spieltag bereits mit einem Auswärtssieg beim starken Team aus Mainz aufhorchen lassen.
Der Gegner Check: erfolgreich seit 2015, u.a. 2022: Meister der 2. DBBL – Aufstiegsrecht in die 1. DBBL wurde nicht wahrgenommen. 2024: 3. Platz in den Playoffs der 2. DBBL und 2025 und 2026 Meister der Südgruppe der 2. DBBL.
Die Form: Bad Homburg ist bereits im Rhythmus
Die Falcons sind mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Nach dem 74:70 gegen Bamberg folgte am zweiten Spieltag ein Erfolg beim ambitionierten ASC Theresianum Mainz. Mainz gehört zu den Teams, die ihren Kader deutlich verstärkt haben – Bad Homburg setzte sich trotzdem auswärts durch. Das ist ein erstes Ausrufezeichen. Die Falcons zeigen damit früh, dass sie auch in engen Spielen Lösungen finden können.
Der Kader: viel Kontinuität, gezielte Verstärkung
Bad Homburg setzt auf einen bewährten Kern. Allen voran Isabel Gregor: Die Aufbauspielerin wurde in der vergangenen Saison zur MVP der 2. DBBL Süd gewählt und ist bereits in ihrer zehnten Saison für die Falcons. Sie verbindet Spielübersicht, Erfahrung und defensive Aggressivität. Dazu kommt mit Meghan Kenefick (USA) eine weitere Leistungsträgerin zurück. Die Amerikanerin überzeugte bereits in der vergangenen Saison mit Vielseitigkeit und Basketballverständnis.
Bei den Neuzugängen haben die Falcons gezielt nachgelegt: Andrea Dodig (Kanada) soll auf den Guard-Positionen für Power, Zug zum Korb und Energie sorgen. Marissa McDonald (USA) bringt Größe und Variabilität auf den großen Positionen. Beide kommen aus Nordamerika und sollen gleichzeitig die jungen Spielerinnen des Teams unterstützen. Hinzu kommt Chiara Dröll, die nach ihrem Wechsel aus Berlin viel Zweitligaerfahrung mitbringt.
Der MTV-Pluspunkt: Halle West
Und genau hier kommt der Heimvorteil ins Spiel. Die Halle West kann zum sechsten Mann werden. Schon in der vergangenen Saison erlebte Bad Homburg selbst, wie unangenehm intensive Auswärtsspiele in der 2. DBBL sein können. Für den neu formierten MTV gilt deshalb: Energie von der ersten Sekunde, mutig spielen – und die Atmosphäre auf die Mannschaft übertragen.
SCHLÜSSEL ZUM SPIEL
1. Halle West: Je lauter und intensiver die Atmosphäre, desto größer der Heimvorteil für den MTV.
2. Gregor kontrollieren: Die MVP des Vorjahres ist das Gehirn der Falcons. Ihr Rhythmus darf nicht zu früh entstehen.
3. Rebound & zweite Chancen: Bad Homburg lebt von seiner physischen Präsenz. Der MTV muss dagegenhalten.
4. Mut statt Respekt: Der Favorit trägt den Erwartungsdruck. Stuttgart kann frei aufspielen.
Bad Homburg ist der Favorit – aber der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Oder anders gesagt: Bad Homburg hat auf dem Papier die klar besseren Karten. Stuttgart hat 40 Minuten Zeit, daraus ein Pokalspiel zu machen. Alle MTVler sind aufgerufen, den sechsten Mann zu verstärken.