Spielverlauf
Leimen musste ohne Janina Dzubba und Valentina Pepic antreten, wodurch insbesondere der Spielaufbau und die Präsenz unter dem Korb litten. Aber auch beim MTV fehlten mit Lilith Maitra und Nikolina Antic zwei wichtige Stammspielerinnen.
Die Gastgeberinnen übernahmen dennoch früh die Kontrolle. Nach einem soliden Start erspielte sich der MTV bis zur Halbzeit eine 37:25-Führung (+12). Wirklich zufrieden war Headcoach Cyril DaSilva mit der ersten Hälfte jedoch nicht. Die Offensive agierte zu statisch, der Ball bewegte sich zu wenig und das Tempo lag deutlich unter den eigenen Ansprüchen.
Auch nach der Pause blieb Stuttgart spielbestimmend. Die Defensive ließ nur wenige Abschlüsse zu, während der Vorsprung kontinuierlich anwuchs. Der MTV entschied die zweite Hälfte klar für sich und baute den Abstand bis zum Endstand von 80:44 aus.
Stimmen zum Spiel
Headcoach Cyril DaSilva ordnete den Sieg nüchtern ein: „Mit dem Sieg erreichen wir das Minimum. Es ist kein Spiel, das in die Geschichte eingehen wird. Die zweite Halbzeit war zwar besser, aber ingesamt auch nichts Besonderes. Wenn wir nächste Woche in Jena eine Chance haben wollen, müssen wir unser Niveau und unsere Intensität deutlich anheben. Am Ende ist es ein 40-Punkte-Sieg, deshalb ist es schwer, für unser junges Team nicht zufrieden zu sein. Aber es geht nicht nur ums Gewinnen – sondern darum, wie wir jedes Spiel angehen und wie wir täglich konkurrieren.“
Teammanager Enrico Laue blickte pragmatisch auf die Partie: „Das war ein Must-win-Spiel und am Ende steht das richtige Ergebnis für uns. Ein ungefährdeter Sieg, niemand hat sich verletzt – viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.“
Tabellenstand
Mit dem Sieg verschafft sich der MTV Luft im Tabellenkeller und festigt Platz 8. Das Restprogramm hat es allerdings noch einmal in sich. In den kommenden Wochen warten folgende Gegner:
• Vimodrom Jena (aktuell Tabellenplatz 3.) – auswärts
• Dillingen Diamomds (10.)
• BBC Bamberg (7.) – auswärts
• ASC Therisianum Mainz (9.)
Rechnerisch sind noch Tabellenplätze fünf bis neun möglich. Die Playoff-Ränge (1–4)sind dagegen praktisch außer Reichweite. Überragendes Ziel ist weiterhin der Kampf darum, nicht auf den ersten Playdown-Platz (9.) abzurutschen.
Der MTV besitzt aktuell zwei Siege Vorsprung, was ein ordentliches Polster darstellt. Ein mögliches Endspiel am letzten Spieltag gegen Mainz soll aus Stuttgarter Sicht jedoch unbedingt vermieden werden.
Nächster Gegner
Am kommenden Wochenende wartet mit VIMODROM Jena eine der stärksten Mannschaften der Liga. Das Team aus Thüringen verfügt bereits über enorme individuelle Qualität: Mit Marta Miščenko (Lettland), Cianna Gloster, Laila Walker (beide USA) und Annika Schwarz stehen mehrere Topspielerinnen im Kader.
Nun kommt in der Rückrunde noch zusätzliche Qualität hinzu: Mit der Verpflichtung der US-Amerikanerin Taylor Robertson mit viel Erstligaerfahrung stößt eine weitere Profispielerin zum Team – eine echte Herausforderung für den MTV Stuttgart.